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Repulse Bay

Repulse Bay

Taken on Dec 27, 2008 1:29:38 PM
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27.12., 25°C und Sonne. Nicht schlecht, oder? Der...


Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Taken on Dec 14, 2008 5:43:37 PM
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Ja, ich weiss, Sonnenuntergänge am Haeundae Strand...


Dämmerung in Haeundae

Dämmerung in Haeundae

Taken on Nov 30, 2008 5:59:32 PM
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Dämmerungsspaziergänge am Strand sind auch bei kor...


Dongbaek Leuchtturm

Dongbaek Leuchtturm

Taken on Nov 30, 2008 5:59:05 PM
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Der Leuchtturm auf der Inseln Dongbaek, von wo aus...


Haeundae Beach

Haeundae Beach

Taken on Nov 30, 2008 5:11:28 PM
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Haeundae Beach am letzten Novembertag. Hier rennt...


Koreanisierung


Es hat zwar ein wenig gedauert, aber so langsam stellt sich für mich doch das eine oder andere Anzeichen von Alltag und Normalität ein. Das wichtigste Anzeichen ist, dass ich mich endlich wieder ausweisen kann! Auch wenn das alles so seine Richtigkeit hatte ist es doch etwas unangenehm in einem fremden Land ohne Reisepass oder örtlich gültige Ausweisdokumente unterwegs zu sein. So lange die Einwanderungsbehörde meinen Pass hatte konnte ich meinen legalen Aufenthalt nämlich nur mit einer Empfangsquittung für diesen Pass belegen. Und ich glaube nicht dass sich im Zweifelsfall ein koreanischer Polizist von einem DIN A4 Computerausdruck oder einem deutschen Personalausweis beeindrucken lässt. Ganz abgesehen davon, dass ich ohne diese Dokumente z.B. noch nicht einmal ein Bankkonto eröffnen konnte. Womit wir dann beim nächsten Anzeichen eines normalen Alltags angekommen wären: ich habe jetzt auch endlich ein Bankkonto! Allerdings ist es noch leer. Aber so richtig. Der Kontostand befindet sich quasi auf dem schmalen Grat zwischen Schulden und Guthaben. Damit stehe ich wahrscheinlich aktuell besser dar als so manche Bank. Hoffentlich nicht besser als die, bei der ich gerade ein Konto eröffnet habe. Aber wir haben in unserem Teletubbytal hier ja sowieso nur eine Bank zur Auswahl, deswegen kann ich es mir eh nicht aussuchen.

Man hat also mittlerweile meine Fingerabdrücke gespeichert, mich uniformiert (zumindest Teilweise, habe ja keine Firmen-Polohemden bekommen... daher lerne ich in diesem Praktikum zumindest das Bügeln von Herrenhemden) und mir einen Firmenausweis, eine Alien Registration Card (bzw. laut Aufdruck ein „Certificate of Alien Registration“) und eine lilane Visakarte verpasst, die nur in Korea gültig ist. Ich habe sogar einen dieser tollen U-Bahn-Fahrkarten-Handyanhänger, die man am besten gut sichtbar aus der Hosentasche baumeln lässt. Damit bin ich schon FAST Koreaner. Man erkennt nur noch daran dass ich Ausländer bin, dass ich kein Handy habe an dem meine U-Bahn Fahrkarte baumeln könnte. Und vielleicht an den blonden Haaren, aber das fällt ja unter lauter Asiaten quasi kaum auf.

Die lilane Visakarte ist leider nur im Inland gültig (mal ehrlich... wer will schon lilane Kreditkarten annehmen?), dient dem direkten Zugriff auf mein Konto und benötigt zur Benutzung die Eingabe einer PIN-Nummer. Bei uns würde man also eher von einer EC-Karte sprechen, nur dass diese hier ein Visa-Logo ziert. Dafür kommt man hier in den Genuss sprechender Bankautomaten, bei deren Bedienung auch noch eine eifrige Bankangestellte zur Hilfe eilt sobald man auch nur kurz zögert den nächsten Knopf zu drücken. Man bildet also quasi direkt eine Skatrunde, bei der ein Teilnehmer (der Automat) ununterbrochen zweisprachig vor sich hin faselt. Das kann er übrigens besser als sonst jemand in Korea! Es gibt zwar sogar mindestens einen Radiosender der den ganzen Tag nur Englischlernsendungen sendet, aber selbst dort sprechen die Moderatoren nur entweder gut Englisch (meistens Amis oder Kanadier, die können dann nur ein paar einzelne Worte Koreanisch) oder gut Koreanisch (selbst bei den koreanischen Nachrichtensprecherinnen dieses Kanals hakelt das Englisch teils ein wenig). Dabei wird man hier viel mehr mit Englisch konfrontiert als bei uns, zum Beispiel sind alle ausländischen Filme im Originalton mit Untertiteln und auch die koreanische Popmusik ist relativ stark von Englisch durchwirkt (eine Strophe oder der Refrain sind meist auf Englisch). Zugegebenermaßen sind englische Liedtexte hier allerdings noch sinnentleerter als woanders auf der Welt, aber wenn keiner die Sprache versteht, dann stört das auch niemanden. Amerikanisches Fernsehen sieht man auch viel, Koreanische Nachrichtensender klauben ihre Ausschnitte nämlich hauptsächlich bei amerikanischen Sendern zusammen, man sieht dann immer z.B. das CNN Logo in einer Ecke und hört teils den Originalton. Ob sie das tatsaechlich dürfen oder einfach nur machen kann ich allerdings nicht mit Sicherheit sagen. Besondere Englischschulen, die Kinder nachmittags nach der normalen Schule besuchen können gibt es auch noch. Es müsste also sogar leichter sein Englisch zu lernen als bei uns, nur irgendwie funktioniert das hier nicht so ganz. Aber darüber werde ich mich bei Gelegenheit nochmal separat auslassen.

Nun, zurück zum aktuellen Tagesgeschehen. Dass es immer winterlicher wird merkt man jetzt auch am morgendlichen Bodenfrost, der die ganzen Kleinbauern und Gemüsebeetverwalter hier zur hastigen Kohlernte zwingt. Als weitere Kälteschutzmaßnahme sind jetzt auch die Goldfische, die bisher das Äußere unserer Werkhalle verschönert haben, in einer Nacht-und-Nebel-Aktion per Gabelstapler nach drinnen verlagert worden. Die Blümchen um den Fischteich herum durften auch mit. Sehr sozial, allerdings dürften dadurch langsam mehr Goldfische als Arbeiter in den Fabrikhallen sein.

In Sachen Stäbchenbenutzung kann ich Fortschritte vermelden! Ich muss also nicht verhungern! Allerdings mache ich das Ganze immer noch ein klein wenig falsch. Ich habe letztlich zwar mal die korrekte Technik nachgeschaut, aber da müsste ich jetzt nochmal quasi von vorne anfangen, also bleibe ich lieber bei meiner Variante. Mal abgesehen davon hat es mir große Befriedigung verschafft als letzte Woche einem meiner Kollegen sein Stück Fleisch (ich glaube es sollte Fleisch sein) mitten in die Suppe geplumpst ist, wo es definitiv nichts verloren hatte. Also können noch nicht mal die Asiaten vernünftig mit Stäbchen essen! Die korrekte Etikette der Stäbchenbenutzung habe ich auch mal nachgelesen, aber die scheint in Asien doch je nach Land zu variieren. Zum Beispiel spießen meine Kollegen gerne auch einfach mal etwas mit den Stäbchen auf, wenn es schwierig zu greifen ist. In Japan gilt das wohl als sehr schlechtes Benehmen. Die andere Möglichkeit ist natürlich dass meine Kollegen kein Benehmen haben, aber das kann ich sie schlecht fragen.

Am Samstag war ich auf einer weiteren Hochzeit eingeladen, da konnte ich meine Stäbchenakrobatik im direkten Nahkampf mit koreanischem Essen noch einmal auf die Probe stellen. Zentraler Bestandteil des Hochzeitsmahls war nämlich diesmal „Galbi“. Das sind koreanische Rippchen, mit relativ viel Fleisch dran und eintopfartig zubereitet. Also ein wenig wie Gulasch mit Knochen drin. Das schmeckt auch sehr lecker, ist allerdings mit Stäbchen unmöglich zu essen! Man muss nämlich mit den Stäbchen sein Rippenstück festhalten während man versucht das Fleisch davon abzunagen. Das ist ungefähr so effektiv wie Gemüsebrühe mit Messer und Gabel zu essen. Aber in Anbetracht dessen, dass hier so gut wie nie ein richtiges Stück Fleisch auf den Tisch kommt war die Motivation zur Meisterung dieses Kunststücks durchaus vorhanden! Allerdings muss ich sagen dass der Preis für diese Spezialität es durchaus in sich hatte... eine Portion (reicht für 2 - 4 Leute, je nachdem wie viel Fleisch jeder möchte) kostet je nach Zubereitungsart 25.000 - 45.000 Won, das sind so ungefähr 15-30 Euro (schwer umzurechnen, da der Won-Kurs aktuell Achterbahn fährt). Zum Vergleich: ein normales Mahl für eine Person kostet hier etwa 1.500 - 6.000 Won, also eher 1-4 Euro. Aber zum Glück waren wir ja eingeladen! Nebenbei gesagt gab es sogar einmal Galbi in der Firma zu essen. Dort handelte es sich aber wirklich mehr um Gulasch mit ein paar dekorativ beigelegten Knochen. Ein Kollege hat bei dieser Gelegenheit mit großen Augen verkündet dass er in den 3 Jahren, die er schon in dieser Firma ist (und isst) noch NIE Galbi zu essen bekommen hat! In der Hinsicht habe ich wohl Glück gehabt.

Die Hochzeit selbst hat mir besser gefallen als die erste koreanische Hochzeit, auf der ich vor ein paar Wochen war. Die meisten Gäste kamen zwar leider etwas spät und haben sich dann wieder lautstark während der Zeremonie unterhalten, es war aber wesentlich feierlicher. Die Halle war etwas hübscher und alles war etwas weniger auf Massenabfertigung ausgelegt. Z.B. gab es ein Streichterzett mit Pianobegleitung zur Musikuntermalung statt der wummenden Popmusik vom Band auf der anderen Hochzeit. Allerdings hat sich das Terzett ein paarmal so schön verspielt dass sich einem die Nackenhaare aufgestellt haben. Zum Verzehr der erwähnten Rippchen sind wir diesmal in ein Restaurant ein paar Straßen weiter gegangen, nicht in eine „Hochzeitsmensa“ wie beim letzten Mal. Obwohl das Restaurant auf den ersten Blick eher den Charme einer Imbissbude hatte muss ich sagen dass wir doch sehr, sehr gut gegessen haben! Auch war es dort entgegen des Ersteindrucks erstaunlich gemütlich. Das Gelage wurde allerdings schlagartig mit der Ankunft des Bräutigams beendet... anscheinend muss man bis dahin mit essen und trinken fertig sein. Dann gab es für das Brautpaar nochmal ein Biertrinkspielchen und die gleiche Schweinerei mit rohen Eiern wie beim letzten Mal und wir wurden wieder nach Hause geschickt. Ich glaube die An- und Abreise hat zusammen länger gedauert als die Hochzeit selbst, obwohl diesmal in der Innenstadt von Busan geheiratet wurde! Den Hochzeitskuchen hat übrigens auch diesmal wieder niemand gegessen. Dafür war er mehrstöckig und ohne Nebel- und Blitzeffekte. Aber nur die „Etage“ des Kuchens, die auch tatsaechlich angeschnitten wurde, war echt (man muss ja nicht übertreiben).

Sonntag bin ich mal mit dem Bus in die andere Richtung gegondelt als sonst. Nach einer Viertelstunde Fahrt durch stetig kleiner werdende Dörfer und Reisfelder kommt man ans Meer mit ein paar netten Fischerdörfchen. Eigentlich war es auch ganz hübsch da, nur das Atomkraftwerk an der Küste stört den Gesamteindruck ein wenig. Es hat allerdings niemanden vom Angeln abgehalten. Eigentlich wollte ich noch zu einem Tempel hier in der Nähe. Die Tour zu diesem Tempel scheiterte allerdings mal wieder an den örtlichen Nahverkehrsmitteln. Außerdem erwies es sich als hinderlich, dass aus der lateinischen Buchstabierung des Tempelnamens (hatte nur auf diese im Internet geachtet) nicht die genaue Aussprache ersichtlich war. Um exakt zu sein ging es nur um die Aussprache des ersten Buchstabens, aber das reicht schon um nicht verstanden zu werden. Da der Tempelplan somit erstmal fehlgeschlagen war und ich nicht noch länger auf einen Bus warten wollte der vielleicht nie kommt bin ich dann mit einem anderen Bus doch noch in die Stadt zum Haeundae Strand gefahren um dort ein wenig herumzuspazieren. Dabei hat sich auch ein Besuch des Aquariums angeboten. Irgendwie hat mich das Aquarium dann sehr an den Fischmarkt erinnert... nur dass auf dem Markt weniger gedrängelt wurde. Es hat mich auch irritiert, dass man im Aquarium Fahrten mit einem Glasbodenboot buchen konnte. Des Rätsels Lösung: im Aquarium von Busan gibt es ein großes Haifischbecken. Wer genug Geld und Zeit mitbringt darf darin eine Runde tauchen gehen (siehe Fotos). Das sah aber weniger aufregend aus als es klingt, da die Haie möglichst weit von den Tauchern wegbleiben und diese hauptsächlich auch nur in der Mitte des Beckens rumstehen dürfen. Wer es noch weniger aufregend mag, der kann sich mit einem Glasbodenboot auf dem Haifischbecken herumfahren lassen. Warum das besser sein soll als von der Seite in das Aquarium zu gucken kann ich nicht sagen. Es kostet auf jeden Fall mehr und die Warteschlange dafür war lang.

Insgesamt hatte das Aquarium einen erstaunlichen Fischreichtum zu bieten. Vielleicht das, was von den örtlichen Fischern als „nicht essbar“ eingestuft wurde. Obwohl ich nicht glaube dass es für Koreaner so etwas wie nicht essbare Meerestiere gibt. Teilweise hätten die Becken durchaus etwas grösser sein dürfen und man hätte mal das eine oder andere tote Viech herausfischen können (ein Feuerfisch war schon halb vergammelt). Auch konnte man mal sehen warum Fotografieren mit Blitzlicht sonst meist verboten ist. Hier wurde nämlich so viel geblitzt dass die meisten Fische direkt Reißaus genommen haben wenn man irgendetwas Kameraähnliches vor ihr Aquarium gehalten hat! Lustig war auch noch das offene Wasserbecken, wo man Tiere anfassen durfte. Da haben Angestellte immer einen Seeigel (!) und ein paar Seesterne in ein kleines Plastikwännchen gesetzt und den Kindern zum Anfassen gegeben. Ok... Seestern anfassen ist ja noch lustig. Den Seesternen schien das sowieso egal zu sein, die haben sich noch nicht mal bewegt als ein Kind angefangen hat einen Turm aus Seesternen zu bauen. Aber Seeigel? Als ich dabei war haben alle Mütter ihre Kinder erfolgreich davon abhalten können die Seeigel anzufassen, aber ich zweifle doch am pädagogischen Sinn der Maßnahme, einem kleinen Kind einen Seeigel in die Hand zu drücken.


Der Ausweis heißt Ausweis weil sich mit dem Ausweis auszuweisen verhindert dass man ohne Ausweis ausgewiesen wird!


PS: Ich wollte immer schon mal zur Bank gehen und den Satz „Ich möchte gerne eine Million auf mein Konto einzahlen“ gebrauchen! :-)



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Haeundae Beach

Haeundae Beach

Taken on Oct 25, 2008 5:45:04 PM
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Haeundae Beach, einer der beliebtesten Strände von...


Abendstimmung

Abendstimmung

Taken on Oct 25, 2008 5:30:45 PM
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Blick auf Busan von Dongbaek Island aus. Das Gebäu...


Haeundae bei Nacht

Haeundae bei Nacht

Taken on Oct 25, 2008 8:38:02 PM
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Blick auf Haeundae von der Bergspitze.


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